Dienstag, 23. August 2011

Hier eine weitere Antwort auf die Frage:
Meine Antwort setzt ein paar Grundkenntnisse über das Zählprinzip voraus, die ich anhand eines kurzen Beispiels erläutern möchte. Nehmen wir die typische Aufgabe, Mariechen hat fünf verschiedene Paar Schuhe, acht verschiedene Paare Socken und zehn verschiedene Kleider. Die Frage ist, wie viele Möglichkeiten hat sie, sich zu kleiden? Für jedes der fünf Paare Schuhe kann sie eines der acht Paare Socken wählen, was fünf mal acht, also vierzig Möglichkeiten ergibt. Für jede dieser Möglichkeiten kann sie eines der zehn Kleider wählen, hat also vierhundert Möglichkeiten insgesamt (unter der Voraussetzung, sie wird die Schuhe und Socken immer paarweise anziehen :-)).

Wichtig ist hier das Prinzip: Wir haben ein paar Merkmale (Schuhe, Socken, Kleider), die wir heranziehen, um eine Kombination von der nächsten zu unterscheiden. Für jedes dieser Merkmale haben wir eine Menge an Ausprägungen (Farbe oder Muster der Socken, Form der Schuhe, u.s.w.). Die Anzahl der Elemente jeder dieser Mengen bezeichnen wir als Kardinalität (in dem Beispiel fünf, acht bzw. zehn). Die Anzahl der möglichen Kombinationen ist das Produkt der Kardinalitäten der Ausprägungsmengen (5 x 8 x 10 = 400).

Wie komme ich nun zu der Antwort auf die Frage, wer ich bin? Wenn wir davon ausgehen, dass jeder Mensch aus einer endlichen (obwohl sehr großen) Anzahl Teilchen besteht, dann gibt es endlich viele Merkmale, die ihn charakterisieren. Allein von diesen Merkmalen gibt es so viele, dass uns ihre Anzahl unendlich erscheint, angefangen von der Schuhgröße über die Augenfarbe und die Form der Ohrläppchen bis hin zu Sprachkenntnissen, Musikalität oder Glaube. Jedes dieser Merkmale gibt es wiederum in so vielen Ausprägungen, dass auch diese uns unendlich erscheinen - aber auch die Töne der Augenfarben sind endlich viele, weil die Augen aus einer endlichen Anzahl Atome bestehen.

Rein theoretisch wäre es also möglich, eine zwar riesige aber endliche Anzahl Merkmale mit einer jeweils endlichen Anzahl Ausprägungen aufzulisten, die einen Menschen eindeutig beschreiben. Das Produkt der Kardinalitäten all dieser Ausprägungen ergäbe dann die noch rieisigere Anzahl unterschiedlicher Menschen, die es geben kann.

Was mich einzigartig macht ist die praktische Unmöglichkeit, dass es einen anderen Menschen geben kann, der für alle Merkmale, die ich besitze, genau dieselben Ausprägungen hat.

Und selbst wenn: Ich lebe, und bin deshalb heute nicht derselbe, der ich gestern war, und werde morgen nicht mehr der sein, der heute diese Zeilen schreibt. Also würden ich und meine Kopie, wenn es diese gäbe, nur für den Bruchteil einer Sekunde identisch sein, und uns sofort wieder auseinander entwickeln, weil nicht beide exakt den gleichen Einflüssen ausgesetzt sein können.

Wer bin ich also? Ich bin nicht nur eine der schier unendlich vielen Möglichkeiten, einen Menschen zu gestalten, sondern die Abfolge einer ganz bestimmten Auswahl dieser Möglichkeiten seit dem Zeitpunkt meiner Zeugung.

Sonntag, 31. Juli 2011

24.7.11

Nach einer großen Sendepause hat mich heute Abend eine umso erfreulichere SMS erreicht. Wir sind nun international!

SMS: Hey, habe deine nummer von einem zettel, den du in BUKAREST auf meinen bett gelegt hast. Auf dem zettel stand wer bist du, -das möchte ich nun von dir wissen.

Ich: Ich bin meine eigene Eigenart. Ich bin die Reaktion auf mich. Ich bin Reaktion. Im Zusammenspiel, untereinander freund wie Rivale, in der ständigen Renaissance.

SMS: Ich bin ich! So wie du mich erlebst, so wie ich lebe, so wie ich reagiere und handle. Man nennt mich L. und ich komme aus KASSEL! Ich weiß echt nicht wer du bist! Männl. o. weibl. ?

Wahnsinn! :)

Donnerstag, 23. Juni 2011

22.6.11

SMS: Ich bin ICH im wandelnden raum. Mal leise, mal laut,oder man bemerkt mich kaum. Mein Ich wandelt im DU, wie auch im WIR es erklingt... Ein Ich in das bewusste SEIN der menschen eindringt.. Ich glaube,dass man erst wissen kann wer man ist, wenn man ganz bewusst eine tiefe zufriedenheit und ruhe in sich selbst spürt!

Freitag, 17. Juni 2011

16.6.11

SMS: Betreff: Antwort auf die Frage "Wer bist du?" Ich bin nicht du und auch nicht der Präsident. Aber du, ich und meine Nachbarin sind ein potentielles Wir!
Ein wir nahe stehender Mensch hat einmal gesagt "Du bist der Teil des Universums, in dem es sich seiner selbst bewußt wird!"
Ich glaube ich bleibe noch ein bisschen auf der Suche nach mir.
Liebe Grüße

Mittwoch, 15. Juni 2011

Mittwoch, 15.6.11

Heute wurde das Kleine Zettelchen in einem Kino in Münster gefunden. Ein Angestellter des Kinos rief mich an um sich zu vergewissern das meine Nummer nicht gegen meinen Willen verteilt würde. Ich versicherte ihm, dass es nicht gegen meinen Willen sei diese Zettel verteilt zu sehen. Des weiteren fragte ich ihn die eine Frage. Darauf antwortete er, er habe keine Zeit sich damit zu beschäftigen und wolle jetzt lieber arbeiten.

Mittwoch, 15.6.11

SMS: Wer bist du?
Ich: Das weiß ich nicht, aber ich werde es erfahren.
SMS: Das tut mir aber leid.. .. Für dich;)
Ich: Ich genieße es.
SMS: Du empfindest Unwissenheit also als Segen? Davon kenne ich nicht viele..
SMS: Hast du dir inzwischen vergegenwärtigt wer du bist?
Ich: ...wer bist du?
SMS: Ich bin der Ansicht es zu wissen außer jemand bringt eindeutige beweise auf dass es nicht so ist..;)
SMS: Man nennt mich der freundliche unbekannte von nebenan;) oder auch J....
Ich: Mach dir gedanken.

Dienstag, 14.6.11

Kurz nach dem ersten Telefonat hat mich eine junge, aufgeweckte Dame aus Berlin angerufen. Sie hat sofort verstanden das die Frage tiefergehender Natur ist und nicht als "blöde anmache" gemeint ist. Sie sagt, dass sie an der Frage dran sei, weiter überlege, aber noch nicht wisse wer sie wirklich ist. Das freut mich sehr und ich lasse meine Freude verlauten. Ich erzählte ihr, dass ich in Kassel Wohne und die Zettelchen sich in ganz Deutschland verteilen. Begeisterung ihrerseits. Ich habe ihr vorgeschlagen das sie sich weiterhin Gedanken über die Frage machen könne und mich doch jederzeit gerne wieder anrufen könnte.